Der Porsche 911 GT2 RS gehört zu den extremsten Serienfahrzeugen, die Porsche je gebaut hat – und zu den wenigen, deren Gebrauchtmarktpreise den Neupreis verdoppeln. Auf der Rennstrecke zeigt er, was heute technisch möglich ist.

Generation: 991.2 · Markt-Plattform: CLASSIC.com · Review-Quelle: Car.co.uk · Vergleichsmodell: GT3 RS · Rennversion: Clubsport 25

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Offizieller Porsche-Listenpreis für den 991.2 GT2 RS in Euro nicht vollständig verifiziert
  • Ein 992 GT2 RS wurde von Porsche noch nicht bestätigt
  • Langfristige Wertentwicklung über 2026 hinaus spekulativ
3Zeitleisten-Signal
  • Markteinführung GT2 RS 991.2: 2017
  • GT2 RS Clubsport Produktion: 2018
  • Clubsport 25 vorgestellt: ca. 2020
4Wie es weitergeht
  • Verfügbarkeit sinkt weiter, da Produktion eingestellt
  • Preise für gute Exemplare bleiben hoch
  • Clubsport 25 wird zum gesuchten Sammlermodell
Attribut Wert
Modell Porsche 911 GT2 RS
Generation 991 II
Typ Track-fokussiert
Leistung 700 PS (515 kW)
Hubraum 3.800 cm³ Biturbo
Drehmoment 750 Nm
Gewicht 1.545 kg
0–100 km/h 2,8 s
Vmax 340 km/h
Getriebe 7-Gang PDK

Wieviel kostet ein Porsche 911 GT2 RS?

Die Preise auf dem Gebrauchtmarkt zeigen: Der GT2 RS hat seinen Grundpreis von 285.000 € längst hinter sich gelassen. Ein Vergleich der aktuellen Angebote macht die Situation klar:

  • GT2 RS Clubsport, EZ 01/2018, 6.900 km: 419.700 € (mobile.de)
  • GT2 RS Clubsport, EZ 07/2018, 200 km: 476.000 € (mobile.de)
  • GT2 RS Clubsport, EZ 07/2018, 200 km: 511.700 € (AutoScout24)
  • GT2 RS Clubsport #112/200: 427.000 € (Das Parking)
  • GT2 RS Clubsport neuwertig: bis 559.122 € (Das Parking)

Dazu kommt das Weissach-Paket, das beim Neukauf etwa 30.000 € kostete – auf dem Gebrauchtmarkt aktuell mit 50.000–60.000 € Aufpreis kalkuliert.

Preisrally

Der GT2 RS kostete 285.000 € neu. Heute steht er bei 450.000 € aufwärts – eine Verdoppelung des Grundpreises in wenigen Jahren.

Marktpreise auf CLASSIC.com

Platforms wie CLASSIC.com dokumentieren die Gebrauchtmarktpreise für Sammlermodelle. Der GT2 RS 991.2 erscheint dort regelmäßig mit Aufschlägen von 150–200 % gegenüber dem Neupreis.

Neupreis vs. Gebrauchtmarkt

Ein Porsche-Händler beschreibt die Situation unverblümt: „Der GT2 RS lag im Grundpreis bei 285.000 €. Das Weissach-Paket kostete damals rund 30.000 €.” (YouTube Händler-Video)

Was die Marktpreise angeht, bestätigt ein Vergleich: „Aktuell liegt der GT2 RS bei ungefähr 450.000 € Wert, während der GT3 RS um die 380.000 € steht.” (YouTube Vergleich)

Für Käufer in der Schweiz zeigt sich ein ähnliches Bild: MSRP GT2 RS 370.900 CHF, GT3 RS 258.200 CHF (Blick). Die Preisdifferenz von über 100.000 CHF spiegelt die unterschiedliche Positionierung wider.

Ist der GT2 RS schneller als der GT3 RS?

Die Frage stellen sich viele, die vor der Entscheidung stehen. Die nackten Zahlen liefern eine klare Antwort:

Modell GT2 RS (991.2) GT3 RS (991.2)
Leistung 700 PS 520 PS
Drehmoment 750 Nm 470 Nm
Gewicht 1.545 kg 1.505 kg
0–100 km/h 2,8 s 3,2 s
Vmax 340 km/h 312 km/h
Hubraum 3,8 l Biturbo 4,0 l Sauger
Grundpreis neu 285.000 € ca. 230.000 €
Gebr.-Preis (ca.) 450.000 € 380.000 €
CH MSRP 370.900 CHF 258.200 CHF

Der GT2 RS ist auf dem Papier in jeder Messgröße überlegen: 180 PS mehr, 0,4 Sekunden schneller im Sprint, 28 km/h höhere Spitze. Die Quelle dieser Daten ist ein direkter Vergleich von Blick (Blick).

Doch Geschwindigkeit ist nicht alles. Der GT3 RS nutzt einen Saugmotor, der linearer anspricht und dem Fahrer mehr Kontrolle gibt. Der GT2 RS mit seinem Biturbo lädt aggressiv und verlangt Respekt im Grenzbereich.

Der Richtungsstreit

Sauger-Fans schwören auf den GT3 RS, weil das Ansprechverhalten besser kontrollierbar ist. Turbo-Fans wollen die rohe Kraft des GT2 RS – und akzeptieren das verzögerte Ladedruckverhalten als Kompromiss.

Weniger greifbar, aber real: Der GT2 RS klingt anders, fühlt sich anders an, fordert anders. Wer beide gefahren ist, weiß: Es sind zwei verschiedene Philosophien in derselben Karosserie.

Upsides

  • Höchstleistung: 700 PS und 750 Nm Drehmoment
  • Schneller: 0,4 s Vorsprung im Sprint auf 100 km/h
  • Höhere Vmax: 340 km/h gegenüber 312 km/h
  • Seltenheit: 200 Clubsport-Exemplare weltweit
  • Wertentwicklung: Preise steigen seit Markteinführung

Downsides

  • Turbolader-Ladedruckverhalten erfordert Erfahrung
  • Deutlich teurer als GT3 RS (ca. 70.000 € Differenz)
  • Alltagstauglichkeit eingeschränkt
  • Engerer Knieraum durch Tieferlegung
  • Hohe Unterhaltskosten bei Wartung

Warum wird der GT2 RS Widowmaker genannt?

Der Spitzname „Widowmaker” stammt nicht vom aktuellen GT2 RS 991.2, sondern vom 997 GT2 – einem Modell aus den Jahren 2007–2012.

Der 997 GT2 leistete 530 PS aus einem 3,6-Liter-Biturbomotor. Was ihn gefährlich machte: Er hatte mehr Leistung, als die Hinterreifen dauerhaft übertragen konnten. Bei Nässe oder unerfahrenen Händen konnte das Auto ohne Vorwarnung ausbrechen.

Der Begriff „Widowmaker” verbreitete sich in der Porsche-Community als Warnung: Dieses Auto verzeiht keine Fehler. Ein YouTube-Video erklärt die Herkunft des Namens und die Unterschiede zum modernen GT2 RS.

Historische Einordnung

Der 997 GT2 trug den Namen, weil er bei zu hoher Drehzahl in Kurven das Heck brechen ließ – ohne klassisches Übersteuern, sondern als abrupter Haftungsverlust. Moderne Assistenzsysteme und Reifentechnologie haben dieses Risiko deutlich reduziert.

Heute ist der 991.2 GT2 RS technisch deutlich ausgereifter. Das Handling wurde verbessert, die Elektronik greift feiner ein. Dennoch: 700 PS auf 1.545 kg bleiben eine Waffe, die Respekt verlangt.

Ist der GT3 oder GT2 besser?

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten – sie hängt vom Einsatzzweck ab.

Unterschiede in Performance und Handling

Wer die reinen Zahlen betrachtet, greift zum GT2 RS. Wer das bessere Fahrerlebnis sucht, landet oft beim GT3 RS. Ein direkter Vergleich zeigt (Versus): Der GT2 RS (2018) ist 0,4 Sekunden schneller von 0–100 km/h und bietet 280 Nm mehr Drehmoment. Wenn Sie mehr über die Unterschiede zwischen GT2 und GT3 erfahren möchten, können Sie Mehr lesen uber practical reportpoint.cz lesen.

Aber Zahlen sind nicht alles. Der GT3 RS klingt emotionaler, dreht höher aus und vermittelt ein direkteres Gefühl. Der GT2 RS geht brutaler ans Werk: Turbo-Lader, massives Drehmoment, weniger Drehfreude.

Sie sind das stärkste im Porsche-Stall: 911 GT2 RS und GT3 RS, Turbo gegen Sauger, 700 gegen 500 PS. (Blick)

Für die meisten Enthusiasten ist der GT3 RS das bessere Gesamtpaket: günstiger, alltagstauglicher, fahrdynamisch brillanter. Wer maximale Leistung und Exklusivität sucht, kommt am GT2 RS nicht vorbei.

Porsche 911 GT2 RS Specs und Review?

Der Porsche 911 GT2 RS 991.2 ist ein Fahrzeug, das in jeder Hinsicht Extremismus betreibt.

Porsche 911 GT2 RS Review, Specs, Power, and Price

Top Gear beschrieb den GT2 RS als „sensationally fast car, far sharper” (Car.co.uk). Die britische Fachpresse lobt die Rundenzeiten, die agres­sive Aerodynamik und das kompromisslose Setup.

Technisch basiert der GT2 RS auf dem 911 Turbo S, wurde aber massiv überarbeitet. Porsche Motorsport lieferte die offiziellen Daten (Porsche Motorsport):

  • 3,8-Liter Biturbo mit 700 PS (515 kW)
  • 7-Gang PDK Getriebe
  • Gewicht: 1.545 kg (trocken)
  • Die Clubsport-Variante fügt eine Titanium-Überrollstruktur und Feuerlöschausrüstung hinzu

Top Gear Review

Top Gear testete den GT2 RS auf der Nordschleife und stellte fest: Er gehört zu den schnellsten Serienfahrzeugen, die je auf dieser Strecke gefahren wurden. Die Zeitumrundung liegt unter 7 Minuten – ein Wert, der noch vor wenigen Jahren Supersportwagen vorbehalten war.

Die Konsequenz

Porsche hat mit dem GT2 RS bewusst ein Auto gebaut, das nicht jedem gefällt – aber jeden begeistert, der es versteht. Die Kehrseite: Wer das Auto nicht beherrscht, erlebt die 700 PS als Widersacher statt als Verbündeten.

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Häufig gestellte Fragen

Welches Auto ist der arme Manns Porsche?

Mit einem Grundpreis von 285.000 € ist der GT2 RS definitiv kein „arme Manns Porsche”. Der Begriff trifft eher auf den Cayman GT4 oder 911 Carrera S zu –Sportwagen mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger.

Wo finde ich Porsche 911 GT2 RS zum Verkauf?

Marktplätze wie mobile.de, AutoScout24 und Das Parking listen aktuelle Angebote. Die Auswahl ist klein – meist unter 20 Exemplare deutschlandweit. Spezialisierte Händler haben oft besseren Zugang zu Vorbestellungen und Youngtimern.

Was ist der Porsche 911 GT2 RS Clubsport?

Die Clubsport-Variante ist eine auf 200 Exemplare limitierte Track-Version. Sie enthält eine Titanium-Überrollstruktur, Feuerlöschausrüstung und ein verbessertes Kühlsystem. Preise bewegen sich zwischen 419.700 € und 559.122 € auf dem Gebrauchtmarkt.

Gibt es einen Porsche 911 992 GT2 RS?

Bislang hat Porsche keinen 992 GT2 RS angekündigt. Gerüchte existieren, aber offizielle Bestätigungen fehlen. Die 991.2-Generation bleibt das letzte Modell mit dieser Spezifikation.

Was ist der Porsche 911 GT2 RS Clubsport 25?

Der Clubsport 25 ist eine auf 30 Exemplare limitierte Sonderedition. Basis ist der 991 GT2 RS Clubsport, modifiziert mit Titanbauteilen und Motorsporteinsatz-Technologie. auto motor und sport berichtet von einem Preis von 525.000 € pro Exemplar.

Wie unterscheiden sich GT2, GT3 und GT4?

GT2 RS: Biturbo (700 PS), Straßenauslegung, extrem. GT3 RS: Saugmotor (520 PS), Track-fokussiert, hohe Drehfreude. GT4 RS: Boxster-Basis, Mittelmotor, Cayman-Plattform. Gemeinsam ist die Philosophie: maximaler Fahrspaß ohne Kompromisse.

Porsche 911 GT2 RS Leistung – wie viel PS hat er?

Der GT2 RS leistet 700 PS (515 kW) aus einem 3,8-Liter-Biturbomotor. Das Drehmoment liegt bei 750 Nm, die Beschleunigung von 0–100 km/h bei 2,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 340 km/h.

Fazit: Der Porsche 911 GT2 RS ist kein Auto für jedermann – und das ist gut so. Wer die 450.000 € und mehr investiert, bekommt ein Stück Automobilgeschichte, das seinen Wert halten dürfte. Enthusiasten mit dem nötigen Budget finden im GT2 RS das Nonplusultra unter den 911ern, während der GT3 RS die bessere Wahl für alle bleibt, die einen Allrounder suchen.