
Überstunden steuerfrei ab wann? Die neue Regelung 2026
Wer Überstunden macht, kennt das Gefühl: Die Mehrarbeit lohnt sich, doch am Ende bleibt weniger vom Zuschlag übrig als gedacht. Eine geplante Neuregelung ab 2026 könnte das ändern – zumindest für die Zuschläge auf Überstunden, mit einem Freibetrag von 2.000 Euro pro Jahr – noch ist aber vieles offen.
Geplante Steuerfreiheit: Ab 2026 (noch nicht verabschiedet) ·
Maximaler steuerfreier Betrag (Vorschlag): 2.000 Euro pro Jahr ·
Betroffene Vergütung: Zuschläge auf Überstunden, nicht Grundlohn ·
Zielgruppe (Vorschlag): Vollzeitbeschäftigte ·
Aktuelle Rechtslage: Überstundenvergütung voll steuerpflichtig
Kurzüberblick
- Überstundenvergütung voll steuer- und sozialversicherungspflichtig (Taxmaro (Steuerberatungsportal))
- Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit teilweise steuerfrei (LexisNexis (Rechtsdatenbank))
- Keine pauschale Steuerfreiheit für normale Überstunden (Deel (HR-Plattform))
- Steuerfreiheit nur für Zuschläge auf Überstunden (Taxmaro)
- Vorschlag: Freibetrag von 2.000 Euro jährlich (Rehm Verlag (Fachverlag))
- Zielgruppe: Vollzeitbeschäftigte (Teilzeit noch in Diskussion) (Barmer (Krankenkasse))
- Arbeitgeber muss Zuschlag separat ausweisen (Taxmaro)
- Maximal bis zur Obergrenze steuerfrei auszahlbar (Rehm Verlag)
- Arbeitnehmer sollten Überstunden dokumentieren (Deel)
- Teilzeit: Der Vorschlag gilt zunächst nur für Vollzeit – politische Debatte läuft (Taxmaro)
- Beamte: Ob die Regelung auf Beamte übertragen wird, ist offen (Rehm Verlag)
- Rückwirkende Anwendung: Noch ungeklärt (LexisNexis)
Fünf Fakten zur geplanten Steuerfreiheit von Überstundenzuschlägen – ein Überblick über die Eckdaten des Vorschlags.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Steuerfrei ab wann? | Geplant: April 2026 (Barmer) |
| Höhe der Steuerfreiheit | Vorschlag: bis zu 2.000 € pro Jahr (Zuschläge) (Rehm Verlag) |
| Gilt für | Zuschläge auf Überstunden (nicht Grundlohn) (Taxmaro) |
| Zielgruppe (Vorschlag) | Vollzeitbeschäftigte (Deel) |
| Quelle | CDU-Vorschlag, Koalitionsvertrag (Zeit (Nachrichtenmagazin)) |
Wann werden Überstunden steuerfrei?
Aktuelle Rechtslage: Überstunden und Steuern
- Derzeit sind Überstundenvergütungen in voller Höhe steuerpflichtig (Taxmaro).
- Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit bleiben teilweise steuerfrei – das ist bereits geltendes Recht (LexisNexis).
- Für normale Überstunden gilt keine pauschale Steuerfreiheit (Deel).
Bislang profitiert der Fiskus von jeder Überstunde – der Arbeitnehmer sieht netto oft nur die Hälfte des Zuschlags.
Die aktuelle Rechtslage zeigt: Wer Überstunden leistet, muss den gesamten Zuschlag versteuern – eine klare finanzielle Belastung.
Geplante Neuregelung ab 2026 – was ist bekannt?
- Die Koalition plant steuerfreie Überstundenzuschläge ab 2026, noch ist das Gesetz nicht verabschiedet (Barmer).
- Der Vorschlag sieht eine Steuerfreiheit von Zuschlägen bis zu 2.000 Euro jährlich vor (Rehm Verlag).
- Das Arbeitsmarktstärkungsgesetz wurde am 12. September 2025 von der Bundesregierung vorgelegt (LexisNexis).
Die Politik hat einen konkreten Vorschlag vorgelegt, aber die endgültige Entscheidung steht noch aus – für Arbeitnehmer heißt das: Planen mit Vorbehalt.
Wie lautet die neue Überstundenregelung für 2026?
Welche Zuschläge werden steuerfrei?
- Nur Zuschläge auf Überstunden, nicht der Grundlohn, sollen steuerfrei werden (Taxmaro).
- Die Steuerfreiheit gilt für Überstundenzuschläge bis maximal 25 % des Grundlohns (Deel).
- Feiertagsarbeitsentgelt wird ab 1. Januar 2026 dauerhaft steuerfrei gestellt (LexisNexis).
Wer ist nach dem Vorschlag berechtigt?
- Der Vorschlag richtet sich an Vollzeitbeschäftigte – Teilzeit ist noch offen (Barmer).
- Für Beamte ist noch unklar, ob die Regelung übertragen wird (Rehm Verlag).
Unterschied zwischen Grundlohn und Zuschlag
- Der Grundlohn einer Überstunde bleibt auch 2026 steuerpflichtig (Taxmaro).
- Nur der Zuschlag (z. B. 25 % auf den Stundenlohn) kann steuerfrei ausgezahlt werden (Rehm Verlag).
- Die Sozialversicherungspflicht bleibt für die gesamte Vergütung bestehen (Taxmaro).
Wer hofft, den gesamten Überstundenlohn steuerfrei zu bekommen, wird enttäuscht: Nur der Zuschlag ist begünstigt, und auch das nur bis zur Obergrenze.
Das Konzept ist klar: Der Grundlohn bleibt steuerpflichtig, der Zuschlag kann steuerfrei sein – das ist der Kern der geplanten Reform.
Wie viele Überstunden sind 2026 steuerfrei?
Maximaler steuerfreier Betrag: 2.000 Euro pro Jahr
- Ein Vorschlag sieht einen Freibetrag von 2.000 Euro für Überstundenzuschläge vor (Rehm Verlag).
- Für 2026 gilt: die ersten 15 Überstunden pro Monat bis maximal 170 Euro steuerfrei (LexisNexis).
- Ab 2027 sinkt die Grenze auf die ersten 10 Überstunden bis 120 Euro (Deel).
Berechnungsbeispiel für eine Steuerersparnis
Ein Beispiel: Bei 40 Überstunden mit 25 % Zuschlag und 20 € Stundenlohn ergibt sich ein Zuschlag von 200 € – steuerfrei, bis das Limit von 170 € pro Monat erreicht ist (Barmer). Der darüber hinausgehende Betrag wird normal versteuert.
Was passiert über der Obergrenze?
- Übersteigt der Zuschlag die Grenze, wird der überschüssige Betrag normal besteuert (Taxmaro).
- Der Freibetrag gilt pro Kalenderjahr – nicht genutzte Beträge verfallen (Rehm Verlag).
Ein Arbeitnehmer mit 200 Überstunden im Jahr und 25 % Zuschlag spart bei einem Grenzsteuersatz von 30 % rund 600 Euro Steuern – wenn die Regelung kommt.
Die Steuerersparnis hängt direkt von der Anzahl der Überstunden ab – das Limit von 2.000 Euro pro Jahr ist für viele Vollzeitbeschäftigte relevant.
Wie kann ich mir Überstunden steuerfrei auszahlen lassen?
Voraussetzungen für die steuerfreie Auszahlung
- Die Auszahlung muss als Überstundenzuschlag deklariert sein (Taxmaro).
- Der Zuschlag darf maximal 25 % des Grundlohns betragen (Barmer).
- Arbeitsrechtlich müssen echte Überstunden vorliegen – Mehrarbeit über der tariflichen Wochenarbeitszeit (LexisNexis).
Schritt-für-Schritt: Auszahlung beantragen
- Überstunden dokumentieren: Datum, Uhrzeit, Dauer und Grund festhalten.
- Mit dem Arbeitgeber klären, ob er die Zuschläge steuerfrei auszahlen kann und will.
- In der Gehaltsabrechnung prüfen, ob der Zuschlag separat als „steuerfreier Überstundenzuschlag“ ausgewiesen ist.
- Bei Unstimmigkeiten den Steuerberater oder die Lohnbuchhaltung einschalten.
Dokumentation und Nachweise
- Arbeitnehmer sollten die geleisteten Überstunden schriftlich festhalten und die Abrechnung prüfen (Deel).
- Der Arbeitgeber muss die steuerfreien Zuschläge in der Lohnabrechnung gesondert kennzeichnen (Rehm Verlag).
Die Verantwortung liegt bei beiden Seiten: Arbeitnehmer müssen nachweisen, Arbeitgeber korrekt abrechnen – sonst bleibt die Steuerfreiheit ein frommer Wunsch.
Was ändert sich im April 2026?
Möglicher Einführungszeitpunkt der Steuerfreiheit
- Eine Einführung der Steuerfreiheit ist frühestens zum April 2026 geplant (Barmer).
- Rückwirkende Anwendung für das gesamte Jahr 2026 ist noch unklar (Taxmaro).
Auswirkungen auf die Steuererklärung 2026
- Die Steuererklärung für 2026 könnte dann bereits die neuen Regeln berücksichtigen (Rehm Verlag).
- Bis zur Verabschiedung gilt das alte Recht – Überstundenvergütung bleibt voll steuerpflichtig (Deel).
Der April 2026 ist ein Ziel, kein festes Datum. Politische Verzögerungen könnten den Start nach hinten verschieben.
Der Zeitplan hängt vom Gesetzgebungsprozess ab – Arbeitnehmer sollten sich nicht zu früh auf die Steuerfreiheit verlassen.
Zeitleiste: Die wichtigsten Stationen
- 2025 – CDU veröffentlicht Flugblatt mit Vorschlag steuerfreier Überstundenzuschläge (Zeit)
- 12. September 2025 – Bundesregierung legt Entwurf des Arbeitsmarktstärkungsgesetzes vor (Barmer)
- April 2026 – Mögliches Inkrafttreten der Neuregelung (Rehm Verlag)
- 2026 – Steuererklärungssaison – erste Anwendung auf Überstundenzuschläge (LexisNexis)
Bestätigte Fakten
- Überstundenzuschläge sollen steuerfrei werden – politische Einigung liegt vor (Barmer).
- Der Freibetrag von 2.000 Euro ist ein konkreter Vorschlag (Rehm Verlag).
Was unklar ist
- Der genaue Zeitpunkt (April 2026) ist nicht endgültig beschlossen (Taxmaro).
- Ob Teilzeitbeschäftigte eingeschlossen werden, ist offen (Deel).
- Rückwirkende Anwendung für 2026 steht noch nicht fest (LexisNexis).
Stimmen zur Reform
„Unsere Idee ist, dass Überstundenzuschläge künftig steuerfrei sind. Das Angebot richtet sich an Vollzeitbeschäftigte.“
– CDU, Flugblatt (Zeit)
„Er schlägt vor, dass Überstunden bis zu einer Höhe von 2.000 Euro steuerfrei sein sollen.“
– Zeit-Artikel (Zeit)
Die Diskussion zeigt: Die Politik will einen Anreiz für Mehrarbeit schaffen, doch die Details bleiben strittig. Für Arbeitnehmer, die regelmäßig Überstunden leisten, ist der Trade-off klar: mehr Netto vom Zuschlag, aber nur, wenn der Gesetzgeber liefert. Für Teilzeitkräfte und Beamte heißt es abwarten – oder Druck auf ihre Verbände ausüben.
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Erfahren Sie, ab wann Überstunden steuerfrei werden, und lesen Sie mehr über die neue Regelung 2026.
Häufig gestellte Fragen
Sind Überstunden in der Steuererklärung anzugeben?
Ja, grundsätzlich müssen alle steuerpflichtigen Einkünfte angegeben werden. Steuerfreie Überstundenzuschläge werden in der Anlage N gesondert erfasst (Taxmaro).
Gilt die Steuerfreiheit auch für Sonntags- oder Feiertagszuschläge?
Für Feiertagsarbeit ist die Steuerfreiheit ab 1. Januar 2026 dauerhaft geplant, für Sonntagszuschläge gelten die bestehenden Regelungen (LexisNexis).
Kann ich Überstunden auch als Freizeitausgleich steuerfrei nutzen?
Nein, die Steuerfreiheit bezieht sich nur auf die Auszahlung von Zuschlägen. Freizeitausgleich ist eine andere Form der Abgeltung und unterliegt nicht der Regelung (Deel).
Welche Unterlagen benötige ich, um die Steuerfreiheit zu belegen?
Sie benötigen eine schriftliche Aufstellung der geleisteten Überstunden sowie eine Gehaltsabrechnung, die den steuerfreien Zuschlag separat ausweist (Rehm Verlag).
Ändert sich durch die Neuregelung etwas für Minijobber?
Minijobber sind in der Regel nicht von der Regelung betroffen, da sie keine Überstunden im Sinne des Gesetzes leisten (geringfügige Beschäftigung). Eine Ausweitung wird diskutiert (Barmer).