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Was ist ein Tennisarm – Symptome, Ursachen, Behandlung und Übungen

Tobias Tim Schneider Koch • 2026-04-11 • Gepruft von Daniel Becker

Der Tennisarm, medizinisch als Epicondylitis lateralis humeri bezeichnet, gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparats. Betroffen ist der Sehnenansatz der Unterarmstreckmuskulatur am äußeren Ellenbogen. Trotz seines Namens tritt die Erkrankung nur selten beim Tennis auf – viel häufiger sind andere repetitive Belastungen die Ursache.

Die schmerzhafte Reizung entsteht durch Überlastung mit Mikroverletzungen und lokalen Entzündungen. Typische Beschwerden sind Schmerzen am äußeren Ellenbogen, die bei Greifbewegungen oder Drehen des Handgelenks zunehmen. Die gute Nachricht: In rund 90 Prozent der Fälle heilt ein Tennisarm ohne Operation aus, sofern die Betroffenen frühzeitig reagieren und konsequent therapiert werden.

Dieser Artikel erklärt, wie ein Tennisarm entsteht, welche Symptome auftreten, wie die Behandlung aussieht und was Betroffene selbst zur Heilung beitragen können.

Was ist ein Tennisarm?

Der Tennisarm bezeichnet eine schmerzhafte Reizung der Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens. Medizinisch heißt die Erkrankung Epicondylitis lateralis humeri – abgeleitet vom lateinischen Begriff für den seitlichen Oberarmknochenhöcker (Epicondylus lateralis). Der Begriff weist darauf hin, dass der Knochenvorsprung am äußeren Ellenbogen betroffen ist.

Anders als der Name vermuten lässt, sind nur etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen aktive Tennisspieler. Die überwiegende Mehrheit entwickelt die Beschwerden durch andere einseitige Belastungen. Insgesamt sind etwa 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens von einem Tennisarm betroffen – Frauen ab 40 Jahren etwas häufiger als andere Gruppen.

Definition
Epicondylitis lateralis – schmerzhafte Überlastung des Sehnenansatzes am äußeren Ellenbogen
Häufigkeit
1–3 % der Bevölkerung betroffen; Frauen ab 40 besonders häufig betroffen
Hauptsymptom
Stechende Schmerzen am äußeren Ellenbogen, verstärkt durch Greifen und Drehen
Erstbehandlung
Ruhigstellung, Kühlung und entzündungshemmende Medikamente
Wichtige Fakten auf einen Blick

Der Tennisarm betrifft hauptsächlich den Musculus extensor carpi radialis brevis, einen der Streckmuskeln des Unterarms. Die Erkrankung entsteht durch wiederholte Mikrotraumata, die zu degenerativen Veränderungen der Sehne führen – nicht durch eine klassische Entzündung, wie früher angenommen wurde.

Was Sie über den Tennisarm wissen sollten

  • Der Tennisarm ist eine der häufigsten Tendinopathien des Ellenbogens und betrifft vor allem die Streckmuskulatur des Unterarms.
  • Rund 90 Prozent aller Fälle heilen ohne Operation durch konservative Therapie.
  • Die durchschnittliche Behandlungsdauer liegt zwischen drei und sechs Monaten.
  • Eine chirurgische Behandlung wird nur in etwa 5 bis 10 Prozent der Fälle notwendig.
  • Frauen mittleren Alters sind häufiger betroffen als andere Bevölkerungsgruppen.
  • Der sogenannte „Mausarm” durch intensive Computerarbeit stellt heute einen der Hauptrisikofaktoren dar.
  • Eine frühzeitige Behandlung kann die Heilungsdauer erheblich verkürzen.
Fakt Details
Medizinischer Name Epicondylitis lateralis humeri
Betroffener Muskel M. extensor carpi radialis brevis (kurzer Handgelenkstrecker)
Betroffene Region Äußerer Ellenbogen (lateraler Epicondylus)
Durchschnittsdauer 3–6 Monate bei konsequenter konservativer Therapie
Erfolgsrate ohne OP 90 Prozent
Risikogruppe Frauen ab 40 Jahren am häufigsten betroffen
Häufige Ursachen Tennis, Golf, Computerarbeit, handwerkliche Tätigkeiten

Welche Symptome hat ein Tennisarm?

Die Symptome eines Tennisarms entwickeln sich typischerweise schleichend und werden von Betroffenen zunächst oft ignoriert. Das Hauptsymptom sind Schmerzen am äußeren Ellenbogen, die zunächst nur bei bestimmten Bewegungen auftreten und sich im Verlauf verstärken.

Die Schmerzen werden häufig als stechend oder bohrend beschrieben. Sie treten an der Außenseite des Ellenbogens auf und können in den Unterarm bis zur Hand ausstrahlen. Besonders typisch ist der Schmerz beim Greifen, Heben schwerer Gegenstände oder beim Drehen des Handgelenks gegen Widerstand.

Typische Beschwerden im Überblick

  • Schmerzen am äußeren Ellenbogen, die bei Belastung zunehmen
  • Druckschmerz über dem seitlichen Knochenvorsprung des Ellenbogens
  • Schwellung oder Verhärtung im Bereich des Sehnenansatzes
  • Schwäche in Hand und Unterarm, besonders beim Greifen
  • Schmerzausstrahlung in Oberarm oder Unterarm
  • Oft einseitiges Auftreten (meist der dominante Arm)

Warnsignale und Begleiterscheinungen

Chronische Verspannungen in Schulter und Nacken können einem Tennisarm vorausgehen oder ihn begleiten. Diese Verspannungen erhöhen den Muskeltonus in Unterarm und Schulter, was die Belastung der Sehne am Ellenbogen weiter verstärkt.

Betroffene berichten häufig von einer Morgensteifigkeit und typischen Anlaufschmerzen nach Ruhephasen. Im fortgeschrittenen Stadium können selbst alltägliche Handlungen wie das Aufdrehen eines Wasserhahns oder das Halten einer Kaffeetasse schmerhaft sein.

Wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?

Wenn die Schmerzen trotz Schonung nach zwei Wochen nicht nachlassen, sollten Sie einen Orthopäden aufsuchen. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung verhindert, dass sich die Beschwerden chronifizieren. Je eher die richtige Behandlung beginnt, desto kürzer ist in der Regel der Heilungsverlauf.

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren eines Tennisarms?

Der Tennisarm entsteht durch dauerhafte Überlastung der Unterarmstreckmuskulatur. Wiederholte einseitige Bewegungen führen zu winzigen Rissen in der Sehne, die sich am seitlichen Ellenbogenansatz befindet. Der Körper kann diese Mikrorisse nicht schnell genug reparieren, sodass sich die Schäden summieren und chronische Beschwerden entstehen.

Hauptursachen

Die häufigste Ursache ist nicht, wie der Name vermuten lässt, das Tennisspiel. Vielmehr spielen alltägliche und berufliche Belastungen die größte Rolle. Besonders betroffen sind Menschen, die am Computer arbeiten und dabei eine falsche Mausposition oder Handhaltung haben.

  • Computerarbeit und „Mausarm”: Ständiges Arbeiten mit der Computermaus belastet die Streckmuskulatur einseitig, besonders bei Verwendung einer herkömmlichen horizontalen Maus. Laut der Barmer Krankenkasse zählt der Mausarm zu den häufigsten Ursachen.
  • Handwerkliche Tätigkeiten: Maler, Schreiner, Mechaniker und andere Handwerker sind aufgrund repetitiver Bewegungen häufig betroffen.
  • Sportarten mit Schlagbewegungen: Tennis, Squash, Badminton und Golf belasten die Unterarmstrecker besonders.
  • Hausarbeit: Auch einfache Tätigkeiten wieputzen, bügeln oder Gartenarbeit können bei dauerhafter Ausführung zu einem Tennisarm führen.

Risikofaktoren

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, einen Tennisarm zu entwickeln. Chronische Verspannungen in Schulter- und Nackenmuskulatur spielen eine oft unterschätzte Rolle, da sie den Muskeltonus im gesamten Arm erhöhen.

  • Alter zwischen 40 und 60 Jahren
  • Weibliches Geschlecht
  • Chronische Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich
  • Fehlende Ergonomie am Arbeitsplatz
  • Mangelnde Aufwärmung vor sportlicher Betätigung
  • Unpassende Technik bei Sportarten
  • Kälteeinwirkung auf den Ellenbogen

Unterschied zum Golferarm

Der Tennisarm wird häufig mit dem Golferarm verwechselt, einer ähnlichen Erkrankung an der Innenseite des Ellenbogens. Beide gehören zur Gruppe der Epicondylitiden, unterscheiden sich jedoch in Lokalisation und betroffener Muskulatur.

Merkmal Tennisarm Golferarm
Medizinischer Name Epicondylitis lateralis Epicondylitis medialis
Betroffene Seite Außenseite des Ellenbogens Innenseite des Ellenbogens
Betroffene Muskeln Streckmuskeln (Handgelenk nach oben) Beugemuskulatur (Handgelenk nach unten)
Häufigste Ursachen PC-Arbeit, Tennis, handwerkliche Arbeit Golf, Wurfspiele, Klettern

Die Unterscheidung ist wichtig für die gezielte Behandlung, da sich die Übungen und Therapieansätze je nach betroffener Seite unterscheiden.

Wie wird ein Tennisarm behandelt?

Die Behandlung eines Tennisarms folgt einem Stufenplan, der in den meisten Fällen konservativ beginnt. Operationen werden nur in Ausnahmefällen notwendig, wenn alle anderen Therapieansätze nach mehreren Monaten keine Besserung bringen. Die konservative Therapie erreicht eine Erfolgsrate von etwa 90 Prozent.

Erste Maßnahmen: Schonung und Entlastung

Zu Beginn der Behandlung steht die Schonung des betroffenen Arms im Vordergrund. Der Arm sollte entlastet werden, ohne ihn vollständig zu ruhigzustellen – eine komplette Immobilisierung im Gips wird heute nicht mehr empfohlen, da sie zu Muskelschwund führen kann.

Am Arbeitsplatz empfiehlt sich eine Analyse der Fehlbelastung. Eine vertikale Maus kann die Druckbelastung auf den Ellenbogen reduzieren. Auch die Höhe des Schreibtischs und die Position der Tastatur spielen eine Rolle für die Ergonomie. Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See bietet weitere Informationen zur Arbeitsplatzergonomie.

Physiotherapie und Übungen

Die Physiotherapie bildet das Herzstück der Tennisarm-Behandlung. Gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen helfen, die Sehne zu stärken und die Spannung zu lösen. Besonders bewährt hat sich das exzentrische Training, bei dem die Sehne unter Spannung gedehnt wird.

  • Dehnübungen: Das Handgelenk wird nach unten gedrückt, während der andere Arm oder eine Wand als Widerstand dient. Die Dehnung wird 15 bis 30 Sekunden gehalten und mehrmals täglich wiederholt.
  • Kräftigungsübungen: Mit einer kleinen Hantel oder einem Theraband wird das Handgelenk langsam gegen Widerstand gestreckt und gebeugt. Die Übungen sollten schmerzarm sein und langsam gesteigert werden.
  • Ganzheitlicher Ansatz: Verspannungen in Schulter und Nacken sollten ebenfalls behandelt werden, da sie die Beschwerden am Ellenbogen verstärken können.

Weitere Therapiemaßnahmen

Methode Wirkung Anwendungszeitpunkt
Kryotherapie (Kälte) Schmerzlinderung, Entzündungshemmung Akute Phase
Wärmeanwendungen Durchblutungsförderung, Muskelentspannung Chronische Phase
Epikondylitisspange Reduziert Zug auf die Sehne Während Belastung
Stoßwellentherapie (ESWT) Fördert Heilungsprozesse Bei chronischem Verlauf
Kinesio-Tape Unterstützend, leicht entlastend Begleitend
Reizstromtherapie Schmerzlinderung, Stoffwechselanregung Physiotherapie

Medikamentöse Behandlung

Entzündungshemmende Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac können in der akuten Phase die Schmerzen lindern. Bei starken Beschwerden kommen auch lokale Injektionen mit Kortison oder in neuerer Zeit Botulinumtoxin zum Einsatz.

Hinweis zur medikamentösen Therapie

Kortison-Injektionen sollten nur kurzfristig und in Absprache mit dem Arzt angewendet werden. Langfristig können sie die Sehne schwächen. Bei anhaltenden Beschwerden ist eine umfassende physiotherapeutische Behandlung wirksamer als wiederholte Injektionen.

Hausmittel und Selbsthilfe

Zusätzlich zur professionellen Therapie können Betroffene verschiedene Selbsthilfemaßnahmen ergreifen. Kälte- und Wärmeanwendungen lassen sich leicht zu Hause durchführen und unterstützen die Heilung.

  • Kühlung des Ellenbogens mit Eisbeutel oder Kühlpack (15 Minuten, mehrmals täglich)
  • Wärmeanwendungen bei chronischen Beschwerden (Wärmflasche, warmes Handtuch)
  • Sanfte Massagen des Unterarms zur Muskellockerung
  • Ultraschallgeräte zur Selbstbehandlung
  • Nachtschiene zur leichten Ruhigstellung

Wie lange dauert ein Tennisarm?

Die Dauer eines Tennisarms ist individuell verschieden und hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die Schwere der Beschwerden, wie frühzeitig mit der Behandlung begonnen wurde und wie konsequent die Therapie durchgeführt wird.

Bei konsequenter konservativer Therapie heilt ein Tennisarm in den meisten Fällen innerhalb von drei bis sechs Monaten aus. In manchen Situationen kann die Heilung jedoch auch sechs bis zwölf Monate dauern, besonders bei chronischen Verläufen oder wenn die Behandlung erst verzögert begonnen wurde.

Heilungsphasen im Überblick

  1. Akute Phase (Woche 0–2): Starke Schmerzen und mögliche Schwellung. Der Arm sollte konsequent geschont und gekühlt werden. Entzündungshemmende Medikamente können die Beschwerden lindern.
  2. Subakute Phase (Woche 2–6): Die Schmerzen beginnen sich zu bessern. Physiotherapie sollte jetzt starten, um mit gezielten Dehnübungen die Mobilität wiederherzustellen.
  3. Rehabilitationsphase (Woche 6–12): Kräftigungsübungen rücken in den Vordergrund. Der Arm wird langsam wieder an normale Belastung gewöhnt. Sportler können mit angepasstem Training beginnen.
  4. Plateauphase (ab Woche 12): Die Sehne regeneriert sich weiter. Regelmäßige Dehnung und Kräftigung beugen Rückfälle vor. Die meisten Betroffenen sind nach drei bis sechs Monaten beschwerdefrei.

Heilbarkeit

Ja, ein Tennisarm ist heilbar. Bei etwa neun von zehn Patienten heilt die Erkrankung ohne Operation aus. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen die Behandlung konsequent durchführen und die auslösenden Belastungen ändern.

Eine Krankschreibung kann je nach Schwere der Beschwerden und beruflicher Tätigkeit notwendig sein. Büroarbeiter benötigen selten eine vollständige Krankschreibung, während handwerklich tätige Personen möglicherweise mehrere Wochen pausieren müssen. Das Ärzteblatt berichtet über aktuelle Therapieempfehlungen und Behandlungsergebnisse.

Gesicherte Erkenntnisse und offene Fragen

Die medizinische Forschung hat bereits viel über den Tennisarm herausgefunden. Dennoch bleiben einige Fragen offen. Nachfolgend sind die gesicherten Erkenntnisse den noch ungeklärten Fragen gegenübergestellt.

Gesicherte Erkenntnisse Noch offene Fragen
Konservative Therapie heilt 90 % der Fälle Welche genetischen Faktoren spielen eine Rolle?
Hauptursache ist chronische Überlastung Warum heilen manche Sehnen langsamer?
Exzentrisches Training fördert die Heilung Welche Rolle spielt die Ernährung?
Eine OP ist nur bei Therapieversagen nötig Welche Rolle spielt psychischer Stress?
Frühe Behandlung verkürzt die Dauer Exakte individuelle Heilungszeitpunkte

Die Forschung arbeitet kontinuierlich daran, die Heilungsprozesse besser zu verstehen und die Therapien weiter zu verbessern. Insbesondere die Frage, warum manche Patienten deutlich länger brauchen als andere, wird intensiv untersucht. Das Thieme Verlag veröffentlicht regelmäßig Studien zu Sehnenerkrankungen und deren Behandlung.

Den Tennisarm in den Kontext einordnen

Der Tennisarm ist eine der häufigsten Tendinopathien, also Sehnenerkrankungen, des menschlichen Körpers. Er gehört zur Gruppe der Überlastungssyndrome, die durch repetitive Mikrotraumata entstehen. Die Erkrankung betrifft nicht nur Sportler, sondern Menschen aller Berufsgruppen.

Bemerkenswert ist, dass etwa 80 Prozent der Betroffenen keine Tennisspieler sind. Die sogenannte Epicondylitis lateralis tritt häufiger bei Büroarbeitern, Handwerkern und Menschen auf, die monotone Greifbewegungen ausführen. Diese Tatsache unterstreicht die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz.

Die Unterscheidung zwischen Tennisarm und Golferarm ist klinisch relevant, da beide Erkrankungen unterschiedliche Muskelgruppen betreffen und dementsprechend unterschiedlich behandelt werden müssen. Eine korrekte Diagnose durch einen Facharzt ist daher wichtig.

Kann man einen Tennisarm vorbeugen?

Ja, einem Tennisarm lässt sich durch verschiedene Maßnahmen vorbeugen. Da die Erkrankung durch Überlastung entsteht, zielt die Vorbeugung darauf ab, einseitige Belastungen zu vermeiden und die Sehne zu stärken.

  • Arbeitsplatz ergonomisch gestalten – verticale Maus verwenden, Tastatur und Bildschirm richtig positionieren
  • Regelmäßige Dehnpausen einlegen, besonders bei repetitiver Computerarbeit
  • Aufwärmübungen vor sportlicher Betätigung durchführen
  • Technik bei Sportarten verbessern – professionelle Anleitung kann Fehlbelastungen verhindern
  • Verspannungen in Schulter und Nacken regelmäßig lösen
  • Epikondylitisspange bei bekannter Anfälligkeit tragen
  • Unterarmmuskulatur durch gezielte Kräftigungsübungen stärken

Besonders Menschen mit sitzender Büroarbeit profitieren von regelmäßigen Bewegungspausen und einfachen Dehnübungen. Bereits zwei bis drei Minuten Dehnung pro Stunde können das Risiko deutlich reduzieren.

Zusammenfassung

Der Tennisarm (Epicondylitis lateralis humeri) ist eine schmerzhafte, aber in den meisten Fällen gut behandelbare Erkrankung der Sehnenansätze am äußeren Ellenbogen. Trotz des irreführenden Namens tritt er selten bei Tennisspielern auf – weitaus häufiger sind Büroarbeiter und Menschen mit repetitiven handwerklichen Tätigkeiten betroffen.

Die Behandlung erfolgt zu 90 Prozent konservativ durch Schonung, Physiotherapie mit gezielten Dehn- und Kräftigungsübungen sowie ergänzende Maßnahmen wie Kälte- oder Wärmetherapie. Operationen sind nur in Ausnahmefällen notwendig. Mit konsequenter Therapie heilt ein Tennisarm in drei bis sechs Monaten aus. Eine frühzeitige Reaktion auf erste Symptome verkürzt die Heilungsdauer erheblich.

Wer einen Tennisarm vorbeugen möchte, sollte auf ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, regelmäßige Dehnpausen und eine Stärkung der Unterarmmuskulatur achten. Weitere Informationen zu verwandten Themen finden Sie in unserem Artikel Was ist ein Reisevisum.

Häufig gestellte Fragen

Kann man einen Tennisarm vorbeugen?

Ja, durch ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, regelmäßige Dehnpausen, Aufwärmübungen vor Sport und Kräftigung der Unterarmmuskulatur lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.

Wann sollte man einen Arzt bei Tennisarm aufsuchen?

Wenn die Schmerzen trotz Schonung nach zwei Wochen nicht nachlassen oder sich verschlimmern, ist ein Orthopäde aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose verhindert Chronifizierung.

Was ist der Unterschied zwischen Tennisarm und Golferarm?

Der Tennisarm betrifft die Außenseite des Ellenbogens und die Streckmuskulatur, der Golferarm die Innenseite und die Beugemuskulatur. Beide sind Epicondylitiden, unterscheiden sich aber in Lokalisation und Therapie.

Ist ein Tennisarm heilbar?

Ja, rund 90 Prozent der Fälle heilen durch konservative Therapie vollständig aus. Die Behandlung dauert in der Regel drei bis sechs Monate.

Welche Übungen helfen bei einem Tennisarm?

Gezielte Dehnübungen für die Handgelenkstrecker und exzentrisches Krafttraining für Unterarm und Handgelenk sind am wirksamsten. Ein Physiotherapeut kann ein individuelles Übungsprogramm erstellen.

Wie entsteht ein Tennisarm?

Durch wiederholte einseitige Belastung der Unterarmstreckmuskulatur entstehen winzige Risse in der Sehne. Wenn der Körper diese Mikrorisse nicht schnell genug reparieren kann, summieren sich die Schäden und führen zu chronischen Beschwerden.

Welche Hausmittel helfen bei Tennisarm?

Kälteanwendungen in der akuten Phase, Wärmebehandlung bei chronischen Beschwerden, sanfte Massagen und die Verwendung einer Nachtschiene können die Heilung unterstützen.

Tobias Tim Schneider Koch

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